Ein Leben

1100 Worte

Valerie Ich schloss die Augen und machte mich auf den Aufprall gefasst. Auf den Schmerz. Sollte das jetzt mein Ende sein? Sollte sich die Geschichte wiederholen? Die ganze Zeit hatte ich alles gemieden, nur um genau so zu enden. Alles war anders und doch dasselbe. Vielleicht hätte ich sie nicht reizen sollen. Ich hätte sanfter sein sollen. Hätte betteln und um mein Leben flehen sollen. Wenn nicht für mich, dann wenigstens für mein Kind wegen des Kindes. Aber ich hatte es nicht getan. Und wenn die Zeit zurückgedreht würde, würde ich es wahrscheinlich wieder nicht tun. Nicht nach allem, was ich gehört hatte. Wie ironisch, dass ich diesmal direkter meinen eigenen Tod herbeigeführt hatte. Ein Stich von Schuld und Scham durchfuhr mich. ‚Es tut mir leid‘, flüsterte ich meinem Kind zu. Vie

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