Eva „Viktor?“ Es war beängstigend, aus unserer Wohnungsküche zu kommen und ihn so still im Esszimmer sitzen zu sehen. Ich wäre fast aus der Haut gefahren, bevor ich erkannte, dass er es war. Alle meine Protestworte blieben mir im Hals stecken, sobald ich seinen Ausdruck sah. Er starrte ins Leere, wie ein Gespenst. Er wirkte blass und abgezehrt. Meine Verärgerung wandelte sich in Angst beim Anblick. Ich trat auf ihn zu, aber er gab keinerlei Reaktion. Kein Umdrehen oder ein Hinweis, dass er mich überhaupt gehört hatte. Ich wurde noch ängstlicher. Was war mit ihm passiert? Nur ein paar Stunden zuvor war er normal gewesen, hatte mich mit Küssen verabschiedet, kurz bevor er zur Arbeit ging. Bisher hatten er und sein Vater, obwohl sie immer noch zerstritten waren, keine Wege gekreuzt oder


