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Verbunden mit den Alphas: Das Schicksal des Sanitäters

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Sie wollte einfach nur ihre Arbeit machen.Als Sanitäterin des Rudels pflegte Elara Voss verletzte Wölfe und hielt sich aus der Stadtpolitik heraus. Stur, unabhängig und entschlossen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, hätte sie nie erwartet, dass die drei mächtigsten Alphas des Territoriums in einer blutigen Nacht ihre Fährte aufnehmen würden.Kael. Riven. Dax.Kalte Kontrolle. Brutaler Hunger. Gefährlicher Charme.Die Bindungen der Partner zerbrachen abrupt und schnell. Bei allen dreien. Gleichzeitig.Sie sind Sexsüchtige, die nie gelernt haben, etwas Wichtiges zu teilen – bis sie kam. Jetzt lassen sie sie nicht mehr los. Sie beanspruchen ihren Körper, dringen in ihre Klinik ein, zerstören ihre Freundschaft und schreiben nach und nach jeden Aspekt ihres sorgsam aufgebauten Lebens um.Sie kann alle drei nehmen. Ihr Körper ist dafür geschaffen. Aber ihr Herz und ihre Unabhängigkeit sollten niemandem gehören.In einer modernen Stadt, in der Rudel sowohl die Straßen als auch die Vorstandsetagen beherrschen, wird eine eigensinnige Sanitäterin entdecken, was es wirklich bedeutet, an die Alphas gebunden zu sein… und ob sie es überleben kann, ihr gemeinsames Schicksal zu teilen.

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Doch
In der Klinik roch es nach Blut und Desinfektionsmittel. Elara Voss zog sich ein frisches Paar Handschuhe an und beugte sich über den Wolf auf dem Tisch. Die Wunde an seinen Rippen war tief, Muskeln waren zerrissen, aber die Blutung hatte nachgelassen. Schnell arbeitete sie und reinigte die Wunde mit ruhiger Hand, während die Deckenleuchten summten und jemand im Flur rief. „Hier herrscht Druck“, sagte sie zu dem jungen Sanitäter neben ihr. „Lassen Sie nicht nach, bis ich es Ihnen sage.“ Die junge Frau nickte mit bleichem Gesicht. Draußen vor dem Behandlungsraum drang noch immer der Lärm des Revierkampfes herein – Stiefel, Knurren, ab und zu das Fauchen von jemandem, der sich noch nicht vollständig zurückverwandelt hatte. Elara blendete ihn aus. Sie machte das schon lange genug, um zu wissen, dass Panik niemandem half. Sie fädelte den Faden in die Nadel ein und begann, die tiefste Stelle der Wunde zu verschließen. Der verletzte Wolf – Marcus, einer der Straßenläufer – knirschte mit den Zähnen, blieb aber regungslos. Alle paar Sekunden huschte sein Blick zur Tür. „Sie sind immer noch da draußen“, murmelte er. „Ich weiß.“ Elara blickte nicht auf. „Du gehst nicht wieder raus. Nicht so.“ Die Tür wurde aufgestoßen. Eine Welle kühler Luft und der stechende Geruch von Nachtregen drangen in den Raum. Elaras Schultern spannten sich an, noch bevor sie sich umdrehte. Drei Gestalten füllten den Türrahmen. Kael betrat als Erster den Raum. Groß, gefasst, sein schwarzer Anzug trotz des Chaos draußen noch immer makellos. Sein dunkles Haar war ordentlich gekämmt, sein Gesichtsausdruck undurchschaubar, doch seine Kieferpartie verriet, dass er jeden Anwesenden bereits eingehend gemustert hatte. Hinter ihm folgte Riven, breiter gebaut, die Jacke halb zugeknöpft, ein Blutfleck auf den Knöcheln. Seine Augen waren unruhig, auf der Suche nach Bedrohungen. Zuletzt kam Dax, die Hände in den Taschen seines dunklen Hemdes, den Mund zu einem leichten, fast schon lächelnden Lächeln verzogen, das seine Augen nie erreichte. Die Temperatur im Raum schien zu sinken. Elara nähte weiter. „Status“, sagte Kael. Seine Stimme war leise, beherrscht, die Art von Stimme, die sofortige Antworten erwartete. Der Assistenzarzt richtete sich auf. „Sieben Schwerverletzte. Zwei werden noch operiert. Die übrigen sind stabil oder –“ „Ich habe dich nicht gefragt.“ Elara zog den letzten Faden zu und blickte endlich auf. „Marcus wird überleben. Denen, die gerade operiert werden, geht es genauso. Du störst.“ Rivens Blick ruhte auf ihr. Etwas flackerte in seinen Augen auf – Wiedererkennen, Hunger, beides. Er trat einen Schritt näher. Die Luft zwischen ihnen wurde spürbar angespannter. Elara spürte es in diesem Moment. Nicht Schmerz. Nicht Angst. Etwas Tieferes, etwas Untieferes, wie ein unter ihrer Haut gespannter Draht. Ihr Puls setzte einmal heftig aus. Sie ignorierte es und griff nach der Verbandrolle. Dax neigte den Kopf und musterte sie, so wie er Menschen musterte, die er später einsetzen wollte. „Du bist die Sanitäterin, die nicht mit der Wimper zuckt.“ „Ich bin die Sanitäterin, die alle Hände voll zu tun hat.“ Sie fixierte den Verband mit Klebeband und zog ihre Handschuhe aus. „Wenn Sie hier sind, um nach Ihren Leuten zu sehen: Sie werden gerade behandelt. Wenn Sie hier Reden halten wollen, tun Sie das bitte draußen.“ Kaels Augen verengten sich einen Augenblick. Er ging weiter in den Raum hinein und blieb erst stehen, als er sich auf der anderen Seite des Tisches befand. Sein Duft erreichte sie als Erstes – sauberes Zedernholz und etwas Kälteres, wie Winterluft über Stahl. Er drang in ihre Lungen und blieb dort. Riven kam um das Fußende des Tisches herum. Sein Geruch war anders. Rauch, Regen und der metallische Beigeschmack von Adrenalin. Er vermischte sich mit Kaels Geruch und ließ die Spannung unter ihrer Haut noch stärker ansteigen. Dax blieb in der Nähe der Tür stehen, doch seine Aufmerksamkeit wich nicht von ihr. Als er sprach, war seine Stimme sanfter als die der anderen beiden. „Du riechst heute Abend anders, Elara.“ Sie erstarrte für eine halbe Sekunde. Niemand in der Gruppe benutzte ihren vollen Namen beiläufig. Und niemand hatte ihn je so ausgesprochen – als ob man ihn schmecken würde. Marcus saß noch immer auf dem Tisch, blickte zwischen ihnen hin und her und schloss weise die Augen. Elara wandte sich dem Waschbecken zu, wusch sich die Hände länger als nötig und zog neue Handschuhe an. „Ich untersuche den nächsten Patienten. Ihr drei könnt im Flur warten.“ Riven lachte einmal leise und rau. „Die hat aber eine große Klappe.“ „Sie hat Arbeit“, sagte Kael, aber er machte keinen Platz, als sie vorbeigehen wollte. Ihre Körper bildeten ein lockeres Dreieck um sie herum. Elara spürte die Blicke der drei. Das seltsame Ziehen in ihrer Brust verstärkte sich. Ihr Wolf – sonst so ruhig und pragmatisch – regte sich und drückte gegen ihre Rippen, als wolle er heraus. Sie zwang ihre Stimme zu einem gleichmäßigen Ton. „Beweg dich.“ Kaels Blick glitt zu ihrem Hals, dann wieder in ihre Augen. „Du zitterst.“ „Das bin ich nicht.“ Sie war es. Kaum. Ein leichtes Zittern in ihren Fingern, das vorher nicht da gewesen war. Dax trat näher und überbrückte die letzte Distanz. Sein Duft vermischte sich mit den anderen – wärmer, wie Gewürze und dunkler Likör. Die drei zusammen ließen die Luft schwer erscheinen. „Interessant“, murmelte Dax. Rivens Hand hob sich, berührte sie nicht ganz, aber nah genug, dass sie die Wärme spürte. „Spürst du das?“ Elaras Mund wurde trocken. Sie hasste es, wie ihr Körper reagierte, bevor ihr Verstand folgen konnte. Die Anziehungskraft ließ nicht nach. Sie wuchs, langsam und stetig, wie etwas Uraltes, das unter ihrer Haut erwachte. Sie wich zurück, bis ihre Hüfte die Theke berührte. „Ich fühle mich, als würden mir drei Alphas im Weg stehen, während meine Patienten bluten. So fühle ich mich.“ Kaels Gesichtsausdruck veränderte sich nicht, doch etwas in seinen Augen verdunkelte sich. „Wir gehen nicht.“ „Dann geh ihnen aus dem Weg.“ Sie drehte sich um und ging auf die Tür zum nächsten Behandlungsraum zu. Einen Moment lang dachte sie, sie könnten sie tatsächlich aufhalten. Riven bewegte sich, als wolle er ihr den Weg versperren. Kaels Hand zuckte an seiner Seite. Dax beobachtete sie nur, das beinahe Lächeln noch immer auf den Lippen. Keiner von ihnen berührte sie. Sie schaffte es bis in den Flur. Sobald sie außer Reichweite war, ließ der Sog nach – er war nicht verschwunden, aber weniger stark. Elara atmete durch die Nase aus und ging weiter. Ihre Hände waren jetzt ruhiger. Damit konnte sie arbeiten. Hinter ihr drangen leise Stimmen herüber. „Sie ist es“, sagte Riven. Kaels Antwort war leiser. „Das wissen wir noch nicht.“ Dax lachte leise. „Ja, das tun wir. Ihr habt es beide genauso empfunden wie ich.“ Elara stieß die nächste Tür auf und schloss sie fest hinter sich. Der Patient war bei Bewusstsein und hielt sich ein blutgetränktes Tuch an die Schulter. Wie im Autopilot ging sie auf ihn zu, stellte die üblichen Fragen, untersuchte die Wunde und griff nach dem benötigten Material. Doch ihre Gedanken blieben im anderen Zimmer. Drei Alphas. Ein Duft, der sie wie ein zweiter Herzschlag traf. Eine Anziehungskraft, die sie nie zuvor gespürt hatte und die sie am liebsten verleugnen wollte. Sie reinigte die Schulterwunde und begann mit zusammengebissenen Zähnen zu nähen. Draußen war der Streit verstummt. In ihr hatte etwas Neues begonnen, und sie hatte die beklemmende Gewissheit, dass es nicht lange ruhig bleiben würde. Als sie fertig war und zurück in den Hauptflur trat, waren sie immer noch da – wartend, beobachtend, die Luft um sie herum war aufgeladen. Elara blickte zuerst Kael in die Augen, dann Riven und schließlich Dax. Sie schaute nicht weg. „Ich bin noch nicht fertig“, sagte sie. Kaels Stimme war ruhig. Endgültig. „Wir auch nicht.“

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